Was kosten meine Prozesse? Teil 1: Einleitung und Videos

Eine der wichtigsten Kennzahlen bei der Prozessanalyse sind die Kosten.  Ziel der Prozesskostenrechnung ist die aufwandsgerechte Verteilung von Kosten auf ihre Prozesse und ihre Produkte. Kosten werden natürlich meist monetär ausgedrückt (Euro, Dollar etc.). Aber nach dem hier vorgestelltem Prinzip können auch andere Einheiten (z.B. kg CO2) separat bilanziert werden. Unabhängig von der Einheit werden zwei Eigenschaften von Kosten unterschieden:

  • Leistungsmengenneutrale Kosten (LMN-Kosten): besitzen unabhängig von der Ausführung von Aktivitäten eine feste zu buchende Größe
  • Leistungsmengeninduzierte Kosten (LMI-Kosten): entstehen durch die Ausführung von Aufgaben .

LMI-Kosten werden an den Aktivitäten ihrer Prozesse definiert. Der zu buchende Wert kann abhängig sein von der Häufigkeit der Durchführung einer Aktivität, von der Dauer einer Aktivität oder von sonstigen Prozessvariablen z.B. Länge einer Liste.

LMN-Kosten sind fixe, durch Ressourcen verursachte Kosten z.B. das Monatsgehalt eines Mitarbeiters. Ressourcen werden für die Bearbeitung zu bestimmender Aufgaben betraut. Die fixen Kosten werden proportional zur Nutzung auf die entsprechenden Aktivitäten, Prozesse und Produkte gebucht.

Es aber gar nicht einfach, einen angemessenen Verteilungsschlüssel für die LMN-Kosten zu finden. Besonders wenn ein großer Teil der eigenen Kosten LMN-Kosten sind (wie z.B. im Verwaltungs- oder Dienstleistungssektor) wird eine manuelle Zuordnung auf die Kostenträger sehr schwer – falls man es genauer haben will, als mit einer pauschalen Zuschlagssatzrechnung.

Das Problem lässt sich mit Hilfe der Prozesssimulation elegant lösen. Benötigt werden Prozessmodelle, Definitionen von Kostenstellen und weiteren Information wie z.B. Dauer von Aktivitäten und Häufigkeit von Ereignissen. Der Erkenntnisgewinn über die eigenen Prozesse ist enorm, allerdings ist der initiale Aufwand hierfür auch nicht gerade gering. Wenn man sich ein solches Modell erstmal konfiguriert hat, lassen sich sehr leicht auch alternative Szenarien evaluieren.

In diesen beiden Videos beschreibe ich euch zunächst wie die Prozesskostenrechnung mit der BPMN-Suite IYOPRO grundsätzlich funktioniert.  In den nächsten Wochen schreibe ich weitere Artikel, in denen ich das Thema Schritt-für-Schritt erläutere.

Video Teil 1 (ca. 17min)
Video Teil 2 (ca. 17min)

 

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1 Kommentar

  1. Pingback: Prozesssimulation als Analysemethode – Einführung und Ziele | Prozesse, Modellierung + BPMN 2.0

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